Best of Explora

Samstag, 22. Oktober 2016
16:00 Uhr – ca. 17:20 Uhr
Wo: Arena

Saalöffnung: 15 Min. vor Beginn

FacebookWhatsAppTwitterGoogle+EmailShare

Ueli Steck und Robert Bösch ─ Extreme Leistungen, extreme Bilder

Live-Reportage von Ueli Steck und Robert Bösch

Die Symbiose Steck und Bösch verspricht seit über 10 Jahren atemberaubende Aufnahmen aus den Bergen dieser Welt. Der einzigartige Gemeinschaftsvortrag ist nur am Fernwehfestival zu sehen. Wir blicken hinter die Kamera und erfahren, was die beiden Profis auf ihren gemeinsamen Expeditionen erlebt haben.

Die Extremtouren von Ueli Steck so zu dokumentieren, dass sie annähernd nacherlebbar werden, ist eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Robert Bösch versucht es trotzdem, und das mit grossem Erfolg. Die Bilder, die Steck und Bösch aus den Bergen zurückbringen, setzen immer wieder neue Massstäbe in der Alpinfotografie. Der Fotograf muss nicht nur ein hervorragender Bergsteiger sein, der sich in den ausgesetzten und gefährlichen Wänden selber bewegen, sichern und orientieren kann, sondern er braucht auch die Vorstellungskraft, welche Stelle auf Film oder Foto wie zur Wirkung kommt. Ein Team, das in einem solchen Gelände ein Fotoshooting machen kann, muss sich zu 100 Prozent aufeinander verlassen und immer abschätzen können, wieviel Risiko für die Aufnahmen eingegangen werden muss oder kann. Der Fotograf muss die Locations kennen, um zu wissen, wie diese aus dem Helikopter oder aus der Wand heraus wirken. Der Bergsteiger muss zur richtigen Zeit an der vereinbarten Bergkante erscheinen – nämlich dann, wenn das Licht stimmt. Solche Umstände lassen sich in einem Studio exakt planen, in einer Felswand an einem abgelegen Berg irgendwo auf der Welt ist es allerdings fast unmöglich. Wetter, Wind, Schnee, Lawinen und viele weiter Natureinflüsse erschweren oder verunmöglichen immer wieder das Filmen und Fotografieren. Zudem werden die Aufnahmen auch sehr schnell sehr teuer. Es braucht viel Erfahrung, um so anspruchsvolle und auch gefährliche Aktionen starten und durchziehen zu können. Es braucht aber noch mehr Erfahrung, um entscheiden zu können, wann ein Projekt aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden muss. Wohl kaum ein Team hat in den letzten Jahren gemeinsam mehr dieser Abenteuer gesammelt als Ueli Steck und Robert Bösch. Im einmaligen Vortrag auf der grossen Bühne des Kursaals Bern erzählen sie nicht nur von ihren Erlebnissen in den Alpen, sondern auch von ihren gemeinsamen Expeditionen im Himalaya.

Ueli Steck

Ueli Steck, geboren 1976 in Langnau im Emmental, begann mit zwölf Jahren mit dem Klettern, mit achtzehn durchstieg er erstmals die Eiger-Nordwand. Seither liess in die Begeisterung für den Alpinismus nicht mehr los. Nach Wiederholungen alpiner Klassiker erschloss er selbst neue Routen wie „The Young Spider“ und „Paciencia“ durch die Norwand des Eigers. Auch in Alaska sowie am Pumori in Nepal und am Gasherbrum II in Pakistan gelangen in Erstbegehungen. Seinen gelernten Beruf als Zimmermann stellte er immer mehr zurück und lebt mittlerweile schon lange ausschliesslich vom professionellen Bergsteigen. Neben seiner Leistungsfähigkeit ist es vor allem die alpinistische Vielseitigkeit, die Ueli Steck ausmacht. 2008 wurde er mit dem Speed-Rekord in der Eiger-Nordwand, er kletterte die Heckmair-Route in 2 Stunden und 47 Minuten, weithin bekannt. 2008 und 2009 gelang Ueli Steck mit Simon Anthamatten eine Neutour am nepalesischen Sechstausender Teng Kampoche, für die beide mit dem Piolet d`Or ausgezeichnet wurden und die Besteigung des Gasherbrum II und des Makalu, seine ersten Achttausender. In diesen Jahren verfolgte Ueli Steck konsequent das Ziel, die Effizienz des Speed-Kletterns in den Himalaya zu übertragen. 2011 durchkletterte er die Shisha-Pangma-Südwand und erreichte erstmals den Gipfel eines Achttausenders im Alleingang auf dem Cho Oyu. Im Jahr darauf war er ohne künstlichen Sauerstoff am Mount Everest auf der Normalroute von Süden erfolgreich. Im Frühjahr 2013 musste er auf Grund einer tätlichen Auseinandersetzung mit Sherpas seine Expedition am Mount Everest abbrechen. Im Herbst 2013 beging er die Südwand der Annapurna, seinen sechsten Achttausender, im Alleingang.

Robert Bösch

Robert Bösch, Fotograf, Geograf, Bergführer, ist seit über 30 Jahren als freischaffender Berufsfotograf tätig mit den Spdezialgebieten Outdoor- und Actionfotografie. Neben Aufträgen aus Industrie, Werbung und Tourismus arbeitet er für Zeitschriften wie Stern, GEO, Spiegel, Schweizer Illustrierte. Er veröffentlichte zahlreiche Bildbände. Robert Bösch ist Ambassador der Firma Nikon. 2009 erhielt er den Eiger Special Award für sein langjähriges Schaffen im Bereich der Alpinfotografie. Als Alpinist führten ihn seine Reisen und Expeditionen auf alle sieben Kontinente, wo er an vielen bekannten und unbekannten Bergen unterwegs war. Den Mount Everest bestieg er für einen Auftrag als Fotograf und Kameramann. Er begleitete viele Unternehmungen von Ueli Steck – in den Alpen und im Himalaya. In den letzten Jahren beschäftigte sich Robert Bösch intensiv mit der Landschaftsfotografie. Seine Bilder wurden im In- und Ausland in Galerien und Museen ausgestellt.

FacebookWhatsAppTwitterGoogle+EmailShare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.